Immer, wenn Kulturinstitutionen und Strukturen allgemein sich verändern sollen, wird der Ruf nach zusätzlicher Förderung laut – zu Recht! Denn Zugänglichkeit für Alle ist kein Luxus, sondern Menschenrecht. Angesichts aktueller Kürzungsdebatten und eines immer kälteren politischen Klimas müssen wir uns trotzdem fragen, wie es auch ohne zusätzliche Mittel gehen kann. Was können und müssen wir verändern, nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb unseres Kulturbetriebs – wie sprechen wir, wie arbeiten wir, welche Freiräume schaffen wir uns, welche Kämpfe kämpfen wir, wie streiten wir produktiv und wie finden wir trotz aller Differenzen auch zusammen?
Barbara Mundel, geboren 1959 in Hildesheim, studierte Neuere Deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. Seit den 80er Jahren war sie als Dramaturgin am Theater Basel, Volksbühne Berlin, Münchner Kammerspiele und Ruhrtriennale tätig sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt Musiktheater (unter anderem an der Oper Frankfurt und den Salzburger Festspielen). Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 Intendantin am Theater Freiburg. Seit September 2020 ist sie Intendantin der Münchner Kammerspiele.

Foto: Julia Mantel
Veit Sprenger, geb. 1967, Theatermacher und Autor, studierte Musik in Hannover, Medizin in Frankfurt a.M. und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er ist Gründungsmitglied der Theatergruppe „Showcase Beat Le Mot“, mit der er seit 1998 Theaterstücke und Kunstaktionen produziert. Bis heute hat er in unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen mehr als vierzig Stücke und Opern in 16 Ländern zur Aufführung gebracht. Er lehrte Theater an Hochschulen u.a. in Berlin, Hamburg, Gießen, Zürich, Oslo, Beijing, Athens/Ohio, New York, Stuttgart und Bern. 2024 erschien sein erster belletristischer Band „Wie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten“.

Foto: privat
Paulina Seyfried (sie/ihr) beschreibt sich selbst als weiß, queer und behindert. Aus einer Crip-Queer-Perspektive arbeitet sie als angewandte Forscherin sowie als Kulturproduzentin und -vermittlerin in kollaborativen, interdisziplinären Projekten. Zudem ist sie als Begleiterin für Organisationsentwicklung tätig. Neben eigenständigen Projekten wie “Bedarfsgemeinschaft” hat Paulina Seyfried für das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Creative-Europe-Projekt “Islands of Kinship”, das Festival Theaterformen und un-label gearbeitet. Sie war Geschäftsführerin von “insert female artist” und Leiterin des Residenzprogramms der Akademie der Künste der Welt. 2025 war Paulina Mentee am Gropius Bau im Rahmen von „pik” der Kulturstiftung des Bundes und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. 2021 erhielt sie das Forschungs- und Arbeitsstipendium für Bildende Kunst der Stadt Köln, aus dem ihr Mapping „Manege der Gegenwart” entstand. Seit 2022 ist sie zudem Mitglied des Referatsbeirats „Kulturelle Teilhabe” des Kulturamts der Stadt Köln.
Georg Kasch berichtet als Kulturjournalist u.a. für nachtkritik.de, Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Oper!, Berliner Morgenpost und Die deutsche Bühne über Musik- und Sprechtheater. Er ist Co-Host des Opernpodcasts „Die Primadonnen” und schreibt seit vielen Jahren über Theater und Inklusion.

Foto: Anna Spindelndreier
Yulia Yáñez Schmidt, geboren und aufgewachsen in Köln, studierte Theater- und Medienwissenschaften in Hildesheim, Köln und Málaga. Im Jahr 2022 schloss sie ihre Schauspielausbildung im Inklusiven Schauspielstudio des Schauspiel Wuppertal ab, seitdem ist sie als Schauspielerin sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera zu sehen. Als Teil unterschiedlicher Kurationsteams ist sie dieses Jahr mitverantwortlich für die Programmauswahl mehrerer Theaterfestivals.