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17:00:00–18:30 Kampnagel, k2
Autor:innengespräch
In deutscher Lautsprache und Deutscher Gebärdensprache (DGS), Verdolmetschung zwischen Deutscher Lautsprache und Deutscher Gebärdensprache (DGS), Verdolmetschung in Leichte Sprache (simultan)

Raphaela Bardutzkys Stück „Altbau in zentraler Lage“ ist Genremix aus Schaueroper, Groschenroman und Clubkultur. Ein Gespräch über Schreibmotivation und Haltung der Autorin, Entstehungsprozess von Stück und Inszenierung.
Mit: Raphaela Bardutzky, Matthias Döpke, Athena Lange und Anke-Elisabeth See

Blitz. Kein Krach. Schreiben für hörendes und Taubes Publikum.

Für ihr Stück „Altbau in zentraler Lage. Eine Schaueroper“, 2024 im Auftrag für das Schauspiel Leipzig verfasst und uraufgeführt, 2025 nominiert in Mülheim, ist das Thema Gentrifizierung und Wohnungsnot in der kapitalistisch geprägten Großstadtgesellschaft zentral. Trifft die Ausgrenzung behinderte Menschen noch härter als andere schwächergestellte? Über den Entstehungsprozess von Stück und Inszenierung sprechen Anke-Elisabeth See (Kiepenheuer), Autorin Raphaela Bardutzky, Matthias Döpke (Dramaturgie Schauspiel Leipzig) und Athena Lange (Künstlerin).

In Kooperation mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage

Raphaela Bardutzky ist eine Autorin und Dramaturgin aus München. Ihre Stücke wurden u.a. am Burgtheater Wien, Schauspiel Graz, Theater Heidelberg, am Landestheater Linz und am Schauspiel Leipzig inszeniert. Ab Spielzeit 2025/26 ist sie Hausautorin am Staatstheater Nürnberg. Bardutzkys Drama “Fischer Fritz” wurde u.a. mit dem Publikumspreis für Neue Dramatik an den Münchner Kammerspielen ausgezeichnet und war 2022 Gewinnerstück bei den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater Berlin. Für den Theatertext „Das Licht der Welt“ erhielt sie 2023 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Das Stück „Altbau in zentraler Lage. Eine Schaueroper“ war nominiert für den Mühlheimer Dramatikpreis 2025.

Foto: Rolf Arnold

Matthias Döpke studierte Dramaturgie an der LMU München und an der Theaterakademie August Everding sowie über ein Jahresstipendium des DAAD in Buenos Aires. Während des Studiums arbeitete er u.a. am Staatstheater Nürnberg, am Nationaltheater Kiew und am Residenztheater München. Seit 2017 ist er als Dramaturg am Schauspiel Leipzig engagiert. Seit 2018 leitet er darüber hinaus das Studio Leipzig des Schauspielinstituts „Hans Otto“. Ebenfalls seit 2018 ist er Jurymitglied für die Vergabe des exil-Dramatiker:innenpreises der Wiener Wortstaetten und am Schauspiel Leipzig für den inklusiven Service Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte verantwortlich. Seit 2023 leitet er zudem das Projekt „Gebärdensprache am Schauspiel Leipzig“ im Rahmen des Netzwerks „pik – Programm für inklusive Kunstpraxis“ der KSB.

Foto: Mayra Wall

Athena Lange (Performance) ist Schauspielerin und Theatermacherin in Berlin und arbeitet in verschiedenen Theater- und Filmproduktionen u.a. in den Sophiensaelen Berlin, am Schauspiel Leipzig, der Theaterfabrik Sachsen, dem Filmstudio Babelsberg und in Produktionen des Possible World e.V. Berlin. 2020 war sie als Performerin und Co-Autorin Teil der freien Produktion „Vier – ein visuelles Musical für Gebärdensprache“ an den Sophiensaelen Berlin. Sie arbeitet als Synchronsprecherin u.a. für Netflix-Produktionen. Athena ist im Alter von 20 Jahren ertaubt. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Schauspielschule Leipzig, welche sie 2015 mit der Bühnenreifeprüfung abschloss.

Foto: Sandra Schuck

Anke-Elisabeth See geboren 1963 in Berlin. Nach Volontariat und Regieassistenzen im DEFA-Studio für Spielfilme ab 1985 Studium an der Theaterhochschule Leipzig mit Diplomabschluss als Theaterwissenschaftlerin. Zwischen 1989 und 1999 Dramaturgin am Berliner Maxim Gorki Theater und am Hans Otto Theater Potsdam, zwischenzeitlich freie Mitarbeit am Grips Theater. Seit 1999 Dramaturgin beim Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb, einem Theater- und Medienverlag in Berlin. Arbeitsschwerpunkte sind hier Autorenbetreuung und Lektorat, Hörspiel und Kinder- und Jugendtheater. Sie war von 2015–2019 Vorstandsmitglied beim Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage.

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