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programm
11:30:20–14:30 Kampnagel, k6
Workshop
In verständlicher Sprache, bei Bedarf mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS)

Der Workshop vermittelt inklusive Zugänge zum Schreiben. Anhand praktischer Übungen und Textbeispielen wird erforscht, wie individuelle Sprache jenseits von Normen entstehen kann und wie Schreibprozesse für Menschen mit unterschiedlichen Lernerfahrungen zugänglich gestaltet werden.
Mit Johanna Kappauf und Theresa Seraphin

Schreiben mit Intuition und Methode

„Warum ist es so schwer seine Gedanken zu sortieren? Weil meine Gedanken viel zu viel arbeiten. Fällt es schwer eigene Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel welchen Kuchen nehme ich, dann entscheiden meist die anderen für mich. In mir sitzt die Sprache. Sie möchte nicht heraus (…) Ich kann nicht bei einem Gedanken bleiben. Mein Gehirn und meine Sprache gehen auf die Reise und ich will mit.“

-Johanna Kappauf-

Der Workshop „Schreiben mit Intuition und Methode“ mit Johanna Kappauf  und Theresa Seraphin lädt dazu ein, den eigenen Schreibprozess und Sprache neu zu entdecken. Johanna und Theresa stellen Texte von Autor:innen mit anderen Lernmöglichkeiten vor und legen den Fokus auf Johanna Kappaufs intuitive Schreibmethodik. Davon ausgehend beginnt eine Annäherung an unsere jeweils eigenen Sprachen. Es geht darum, den Mut zu fassen, jenseits orthografischer Normen zu denken und zu schreiben. Die im Workshop entstehenden Texte werden gemeinsam in einer Feedback-Runde reflektiert. Neben praktischen Übungen vermitteln Johanna und Theresa Methoden und Erfahrungen, wie Schreibworkshops für Menschen mit unterschiedlichen Lernerfahrungen möglichst inklusiv gestaltet werden können. Der Workshop wurde gemeinsam mit Nele Jahnke (All Abled Arts Kammerspiele) und Manina Ott (Trainerin mit Fokus auf Diversität und Inklusion) vorbereitet.

Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 30 begrenzt. Anmeldung an der Akkreditierung.

Foto: privat

Johanna Kappauf arbeitete nach der Schulzeit bei der SWW München Weberei, spielte bei der Theatergruppe „Die Blindgänger“ und hat an Inklusionsworkshops der Otto Falckenberg Schule teilgenommen. Seit der Spielzeit 22/23 ist sie festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele und arbeitet auf ihren eigenen Wunsch hin weiterhin in Teilzeit in der Weberei. Sie spielte u.a. in „Amerika“, „Anti·gone – Sophokles in Leichter Sprache“ und „Oh Schreck“. Für ihre Schauspielleistung in „Wer immer hofft, stirbt singend“ erhielt sie 2022 den Therese-Giehse-Preis. 2023 wurde ihr der Förderpreis des Vereins zur Förderung der Münchner Kammerspiele e.V. verliehen. Johanna Kappauf schreibt auch Gedichte und Texte.

Foto: Priscillia Grubo

Theresa Seraphin ist Autorin, Theatermacherin und Kuratorin. Sie studierte Dramaturgie, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Theaterakademie August Everding, sowie der Kyonggi Universität Seoul (Südkorea). 2016 gründete sie zusammen mit Raphaela Bardutzky das NETZWERK MÜNCHNER THEATERTEXTER*INNEN (NMT), in dessen Leitungsteam sie bis heute ist. Theresa Seraphin hat einen Schwerpunkt auf kollektiven Textprozessen. Ihr Text ERIK*A (Schauburg München) wurde 2024 mit dem Jugendstückpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. Für das entstehende Lyrik-Debüt PIGEON HEART erhielt sie 2025 das Literaturstipendium der Stadt München.

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