In Debritz im Osten Deutschlands betreiben Peggy und ihr Lebensgefährte Maik einen Schweinehof. Es ist sehr trübe, sehr trocken, sehr staubig und sehr trostlos. Schlimmer noch: Die örtliche Solequelle verschmutzt das Grundwasser, die Schweine vertragen das Nass nicht mehr. Grund genug für Peggy, die Quelle trockenlegen zu wollen. Sehr zum Missfallen des Salinenvereins, der von einer Rückkehr der ruhmreichen Salzstadt Debritz und der Wiederauferstehung von Kaiser Barbarossa träumt. Und auch Simone aus Böblingen liebt das Debritzer Salz: als Heilmittel und als – „Fragrances by Simone“ – Verkaufsschlager in ihrer schwäbischen Heimat. Allein den Salzgeist interessieren die Sorgen der Menschen nicht. Er, die überzeitliche, Vita Cola trinkende Naturgewalt, denkt in weitaus längeren Zyklen. – Osten und Westen, oben und unten, das Trockene und das Feuchte, die Gegenwart und die Geschichte, die Selbstbestimmung und das Schicksal. „Kaleb Erdmann bewegt sich mit seinem Stück virtuos zwischen Welten, Genres und Wirklichkeiten. Immer auf der Suche nach Wahrhaftigkeit. Zwischen Volkstheater, Märchen, Satire und Sozialdrama ist „Debritz“ vor allem eins: ein lustvolles Plädoyer fürs Theater.“ (Jurybegründung des Kleist-Förderpreises)
Gemeinsam mit der Tauben Schauspielerin Anne Zander entsteht für einen Teil der Lesung ein Film, in dem Anne den Text künstlerisch in Deutscher Gebärdensprache performt.

Foto: Jakob Kielgass
Kaleb Erdmann, *1991, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wurde 2020 für den Retzhofer Dramapreis nominiert und war im Jahr 2021 Finalist des open mike – Wettbewerb für junge Literatur. Er erhielt das Arbeitsstipendium der Landeshauptstadt Düsseldorf, das Residenzstipendium im Künstlerdorf Schöppingen und das Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW. Für das Berliner Ensemble schrieb er 2025 das Stück „Always Carrey On“; sein zweiter Roman „Die Ausweichschule“ erschien 2025, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet.

Foto: Kleist-Forum
Florian Vogel, geboren 1974, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Rhetorik in Tübingen und arbeitete von 2000 bis 2005 als Dramaturg am Staatstheater Stuttgart. Von 2005 bis 2010 war er Dramaturg und künstlerischer Betriebsdirektor; von 2010 bis 2013 interimistischer Künstlerischer Leiter am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben der Betreuung von diversen, internationalen Projekten zur Förderung neuer Dramatik, unterrichtete Florian Vogel als Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten. Seit 2016 arbeitet er als künstlerischer Leiter am Kleist Forum Frankfurt (Oder). Außerdem ist er seit 2000 Vorsitzender der Jury des Kleist-Förderpreises.

Foto: privat
Prof. Marc Aisenbrey studierte an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart die Studiengänge Sprecherziehung und Gesang. Von 2002 – 2007 war er als Sprecher beim SWR tätig. Seit 2000 unterrichtet er das Fach Sprechbildung für Schauspielstudierende. Seine Lehrtätigkeit als Stimm- und Sprechlehrer führte ihn über die Hochschulen Stuttgart, Mozarteum Salzburg, Folkwang Bochum an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, wo er 2008 zum Professor für Sprechbildung berufen wurde. Seit 2011 betreut er das Schauspiel-Ensemble am Theater Kiel. 2012 erhielt er den Hamburger Lehrpreis. Seit 2025 arbeitet er als Stimm- und Sprechtrainer mit dem Schauspiel-Ensemble des Thalia Theaters HH.
Prof. Michael Jackenkroll stand nach seinem Schauspielstudium an der HMT Hannover unter anderem am DT Göttingen, auf [k]Kampnagel und bei den Wiener Festwochen auf der Bühne. Fasziniert von Stimme, Sprechen und Textgestaltung entschloss er sich zu einem Zweitstudium der Sprechwissenschaft und Phonetik an der MLU Halle Wittenberg, um an Schauspielschulen zu unterrichten zu können. Seine Stationen führten ihn dann von Leipzig nach Graz und Linz, von wo er schließlich 2012 dem Ruf nach Hamburg folgte und seitdem als Professor für Sprechbildung in den Studiengängen Schauspiel, Oper, Gesang und Schulmusik an der HfMT Hamburg lehrt und unterrichtet.

Foto: Chrsitina Körte
Prof. Dr. Philipp Hauß, 1980 in Münster geboren, studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien sowie Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Wien. Von 2002 bis 2025 war er Ensemblemitglied am Burgtheater in Wien. Hauß gastierte am Residenztheater in München, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Staatsschauspiel Stuttgart und bei den Salzburger Festspielen. Als Regisseur arbeitete er u. a. am Burgtheater, der Garage X, den Festspielen Reichenau und am Landestheater Niederösterreich. Hauß leitete mehrere Projekte mit Studierenden, u. a. am Max Reinhardt Seminar und ist seit 2023 auch Professor für Schauspiel in Hamburg.

Foto: Juliane Rudolphs
Aaron Brömmelhaup, 2000 in Melle geboren, studierte er von 2021 bis 2025 Schauspiel an der HfMT Hamburg. Während seines Studiums spielte er in studentischen Produktionen, u.a. am Thalia Theater und am St. Pauli Theater. Von 2022 bis 2024 gastierte er am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in „Herr der Diebe“ (Regie: Markus Bothe). 2023 erhielt er das Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit der Spielzeit 25/26 ist er festes Ensemblemitglied am Ernst Deutsch Theater Hamburg.

Foto: Henk Hogerzeil
Cedric Eich (geb. 2000) ist ein Berliner Schauspieler und Synchronsprecher. Er spielte u.a. Heinrich in „Spielzeugland“ (Regie: Jochen Alexander Freydank), der 2009 einen Academy Award für den besten Kurzfilm gewann. Während des Schauspielstudiums an der HfMT Hamburg 2021-2025, war er in mehreren Abschlussinszenierungen zu sehen, spielte 2022 eine Hauptrolle in Emily Atefs Film, „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“, stand mit der Rolle Prosper in „Herr der Diebe“ (Regie: Marcus Bothe) am Schauspielhaus Hamburg auf der Bühne und spielte 2025 die Rolle Schaaf in Benjamin Heisenbergs Kinokomödie Der Prank.

Foto: Valeria Mitelman
Julika Frieß, geboren 1997, wird bei Hamburg groß. Auf Hospitanzen am Thalia Theater folgen ein Jahr bei TheaterTotal in Bochum sowie vier Jahre Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. In dieser Zeit arbeitet sie vornehmlich an Audio-Formaten und gewinnt mit zwei Kommilitoninnen den ersten Preis beim Leipziger Hörspielsommer für „Die Rettung des Herrn P. durch ein Pferd namens Roswitha“. Von 2021 bis 2025 Schauspielstudium an der HfMT Hamburg; währenddessen spielt sie am Schauspielhaus Hamburg sowie am Ernst Deutsch Theater. Nach dem Abschluss führen sie Engagements ans St. Pauli Theater und Hansa Theater.

Foto: Juliane Rudolph
Anne Gisler wurde 1997 in Zürich geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Law & Economics an der Universität St.Gallen. Nach ihrem Bachelorabschluss probierte sie sich in verschiedenen Berufsfeldern aus und arbeitete unter anderem bei der Zürichsee-Zeitung, der Online Bank N26 und der Schweizerischen Botschaft in Berlin, bevor sie sich entschloss, ihrer Leidenschaft nachzugehen und ein Schauspielstudium an der HfMT Hamburg aufnahm, welches sie im März 2026 abschliesst. Sie tanzt Contemporary Dance und liebt es, im Sommer im See abzutauchen und die Wasseroberfläche von unten anzuschauen!

Foto: Juliane Rudolph
Jasmin Gloor (sie/ ihr *1999 in Zürich) absolvierte die Fachmittelschule mit dem Profil Theater und spielte während der Schulzeit in der Produktion “Träumt ein Wal vom Menschsein” des LAB – Junges Theater Zürich. Schon vor Beginn ihres Studiums sammelte sie weitere Bühnenerfahrungen, u. A. am Theater Winkelwiese Zürich Es folgte ein Engagement am Schauspielhaus Zürich, wo sie in „Frühlings Erwachen“ spielte (Regie: Suna Gürler). Von 2022 bis 2026 studierte sie Schauspiel an der HfMT Hamburg und realisierte mehrere selbst entwickelte Solos. Jasmin ist Förderpreisträgerin der Armin-Ziegler Stiftung.

Foto: Juliane Rudolph
Anna Hauner, geboren in Hamburg, entdeckt bereits als Kind den Tanz. Später kommt sie in der Tanzschule das erste Mal mit Schauspiel in Berührung. Die Lust am Theater führt sie an den BACKSTAGE-Jugendclub am Schauspielhaus Hamburg, mit dem sie von 2018 bis 2021 Stücke erarbeitet und im Malersaal aufführt. Nach dem Abitur bewirbt sie sich an der HfMT Hamburg und beginnt 2022 ihr Schauspielstudium. Neben dem Unterricht spielt sie bei Regieprojekten an der Hochschule mit, die unter anderem im St. Pauli Theater und an der Thalia Gaußstraße aufgeführt werden. Im Frühjahr 2026 wird sie ihr Studium abschließen.

Foto: Juliane Rudolph
Kaspar Jöhnk wächst in Hamburg und Dresden auf. Nach angefangenem Studium der Mensch-Computer-Interaktion geht er an die HfMT Hamburg, wo er seinen Schauspielabschluss macht. Neben dem Deutschen SchauSpielHaus Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden spielte er unter anderem, auf Kampnagel und am Ernst-Deutsch-Theater und arbeitete dabei mit Regisseurinnen wie SIGNA, Christiane Pohle und Julia Riedler. Er macht gern Musik und holt sie gern auf die Bühne. Zuletzt erschien sein Solo-Stück „Die Omletmaschine” nach Heiner Müller. Kaspar Jöhnk ist Träger des Armin-Ziegler-Leistungsstipendiums 2025.

Foto: Jonas Neubauer
Jonas Bonham Neubauer, 2000 geboren, wurde Jonas Bonham Neubauer in Ratingen groß. Mit 16 Jahren machte er seine erste Theatererfahrung am Düsseldorfer Schauspielhaus in „Frühlings Erwachen“ nach Frank Wedekind (Regie Joanna Praml). Dort spielte er von 2017-2019. Nach der mittleren Reife ging er an die Theaterakademie Köln. 2021 wechselte er an die HfMT Hamburg, wo er 2025 sein Schauspielstudium abschloss. Er ist seit 2023 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Während seiner Studienzeit spielte er in mehreren Produktionen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und dem St.Pauli Theater.

Foto: Juliane Rudolph
Kolja Schumann geboren 2000 in Hamburg, aufgewachsen im Schwarzwald. Dort Erlangung grundlegender landwirtschaftlicher Kenntnisse. Nach freiem Abitur in Freiburg, einem Jahr bei TheaterTotal in Bochum und der äußerst verschleißenden Arbeit als Postbote fand er den Weg an die Schauspielschule. Von 2021 bis 2025 Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Während seines Studiums spielte er als Gast am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg. Nun führt ihn sein Erstengagement ans Theater Lüneburg.
Anne Zander spielte bereits in verschiedenen Film- und Theaterprojekten. 2022 war sie erstmalig in der Hauptrolle im ZDF-Spielfilm-Drama „Du sollst hören“ an der Seite von Schauspielerin Claudia Michelsen zu sehen. Im selben Jahr spielte sie zudem eine Episodenhauptrolle bei der „Soko Köln“ und stand für die Netflix-Serie „Schlafende Hunde“ sowie für den Netflix-Spielfilm „Für Jojo“ vor der Kamera. Sie ist bereits seit Jahren in der Gebärdensprach-Theaterlandschaft aktiv und war u.a. in Projekten wie „Die Hauptsache“ (Regie: Jeffrey Döring) „Sommernachtstraum“ (Regie: Michaela Caspar) beteiligt. 2023 gewann sie den Preis als Beste Schauspielerin im Film „Du sollst hören“ im ersten internationalen Della Award Filmfestival 2023.