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15:30:00–17:30 Kampnagel, kmh
Workshop und Gespräch
In deutscher Lautsprache mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Leichte Sprache (simultan)

Der Workshop beleuchtet klassische und kreative Audiodeskription im Theater. Anhand von Beispielen und Diskussionen wird gezeigt, wie Barrierefreiheit und künstlerischer Mehrwert zusammenfinden.
Mit: Matthias Huber, Annika Jakobs, Rose Jokic

Audiodeskription im Theater zwischen Care, Barrierefreiheit und künstlerischer Praxis

Der Workshop mit anschließendem Gespräch widmet sich dem Themenfeld Audiodeskription im Theater – von klassischen Formen bis zu kreativen, künstlerisch erweiterten Ansätzen. Gemeinsam werden Grundlagen, Qualitätskriterien und aktuelle Herausforderungen vermittelt und anhand praktischer Beispiele diskutiert. Im Fokus steht die Frage, wie Audiodeskription Barrieren abbauen und zugleich ästhetische Mehrwerte schaffen kann. Das offene Gespräch lädt zum Austausch über Erfahrungen, Perspektiven und Zukunftspotenziale inklusiver Theaterpraxis ein.

Annika Jakobs (sie/ihr), weiß, cis, gesetzlich blind, studierte Angewandte Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Sie arbeitete an Stadt- und Staatstheatern und war zuletzt im Büro für Teilhabe und Utopien am Theater der Jungen Welt Leipzig tätig. Als Access-Dramaturgin und -Beraterin ist sie in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten und für Festivals tätig. Neben der diskriminierungskritischen Befragung von Strukturen und Prozessen in Kulturinstitutionen liegt der Schwerpunkt ihres Interesses auf dem Potential von Zugänglichkeit als Kunstform, dem Empowerment unterschiedlicher Wahrnehmungsstile und der machtsensiblen Umsetzung von Audiodeskription.

Foto: www.AnnetteEtges.com

Rose Jokic, Sozialarbeiterin B.A., beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Barrierefreiheit. In Workshops und Fachbeiträgen vermittelt sie Inhalte zu digitaler Barrierefreiheit auf Webseiten, Social Media- und Lernplattformen und zur Audiodeskription. Sie lehrt u. a. an der Technischen Hochschule Köln im Studiengang Soziale Arbeit und engagiert sich für Inklusion in diversen Themenfeldern. Sie wirkt mit an Beschreibungen von Theaterstücken, Filmen, Serien und  Opern, indem sie gemeinsam mit Sehenden das visuelle Material bespricht, korrigiert, umschreibt und so aufbereiten lässt, dass es auch Menschen, die nicht sehen können, verstehen.

Foto: Rolf Arnold

Matthias Huber, sehend, ist freischaffender Regisseur, Dramaturg und Autor für Audiodeskriptionen. 2013 baute er am Schauspiel Leipzig ein Audiodeskriptions-Team auf und initiierte ein taktiles Leitsystem am Haus. Seit 2018 arbeitet er deutschlandweit für diverse Theaterhäuser, -festivals und -gruppen, immer in einem Team blinder und sehender Autor:innen. Zuletzt u.a. am Schauspiel Frankfurt, der Oper Chemnitz, dem Hans Otto Theater Potsdam, der euro-scene Leipzig, dem Festival Politik im Freien Theater, im Rahmen von Chemnitz 2025 und am Schauspiel Leipzig.

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