Wir beginnen mit kurzen Inputs von verschiedenen behinderten und nicht-behinderten Referent:innen. Sie erzählen von ihrer Arbeitspraxis und teilen Erfahrungen mit inklusiven Formaten und Prozessen. Im Anschluss an die Inputs treffen sich alle Beteiligten in einem Panel. In diesem geht es um den künstlerischen Zugewinn inklusiver Prozesse im Kinder- und Jugendtheater, was diese Prozesse mit care zu tun haben und wie sich zukünftige Visionen in der aktuellen Lage umsetzen lassen können

Foto: Mali Lazell
Leonie Graf (sie/ihr), studierte Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste und Choreografie am HZT Berlin. Leonie arbeitete für das Projekt „Inklusion in der Lehre der Theaterkünste“ an der HfS Ernst Busch, initiiere das Residenzprogramm „Ich kann mir alles vorstellen“ am Theater an der Parkaue und „Turbo-inklusives Tanz- und Theaterfestival für junges Publikum“ am TDJW Leipzig. Langjährige Zusammenarbeiten verbinden sie mit Theater Hora, Meine Damen und Herren und Theater Thikwa. Daneben inszeniert und choreografiert sie seit 2014 Stücke für junges und erwachsenes Publikum. Seit der Spielzeit 2024/25 ist sie Teil des Dramaturgieteams am Theater an der Parkaue.

Foto: Jana Mila Lippitz
Rachel Rosen (sie/ihr), geboren 1991 in Berlin, seit 2010 Performerin und Künstlerin bei Theater Thikwa/Thikwa Werkstatt für Theater und Kunst. Wichtige Arbeitspartner:innen sind für sie die Mitarbeiter*innen und Schauspieler:innen der Parkaue, mit denen sie 2022 im Rahmen der Künstler:innenresidenz „Ich kann mir alles vorstellen“ ihr erstes, eigenes Stück, „Das Spiel“, als Autorin entwickelte. Weiterhin wirkt sie als Spielerin in der Produktion „Kompost-Horror“ von Manuel Gerst und Leonie Graf mit. Weitere wichtige Arbeitspartner*innen sind Vanessa Stern und das feministische Kollektiv hannsjana.
Sarah Fartuun Heinze (multiverse Pronouns: they/her) Loves To Play multiverse: SpielRäume Partizipativer Kunst mit Viel Raum Für »Das Wichtigste Ist Dass Es Allen Gut Geht Alles Andere Entsteht Daraus. – was das bedeutet finden wir gemeinsam raus.«
They lebt in Hamburg, ist in Süddeutschland aufgewachsen, kommt aus OstAfrika & Gæstaltet Analog & Digital & Hybrid SoloLeveling & in multiverse Künstlerisch* Kompliz*Innenschaften Heart-&-Playfulst (u. a. als Teil von dgtl fmnsm & SFHKverse) :&: positioniert sich Black CripQueer Neurospicy Trans*Nonbinary :&: ist Auch Zum Beispiel Zum Beispiel Auch multiversedisziplinär* (Medien-)Künstler*In & multiversecurious Künstlerisch* Forscher*In & multiverseMusicMagician & Intersec*Tech*Wizard.
Milena (Miles) Wendt hat Theater- und andere Geisteswissenschaften in Berlin und Melbourne studiert. Seit 2022 arbeitet Miles als Access-Dramaturg:in und Berater:in zu den Themen Inklusives Arbeiten und Barrierefreiheit. Deren Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von Relaxed Performances, insbesondere für junges Publikum. Miles interessiert sich besonders für künstlerische Formate, die Barrierefreiheit von Anfang an ästhetisch mitdenken.
Antigone Akgün arbeitet als Regisseurin, Autorin, Performerin und Dramaturgin an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern, wie auch in der freien Szene. Nach einer Schauspielausbildung in Griechenland studierte sie Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Griechische Philologie, Klassische Archäologie und Philosophie in Frankfurt, sowie Dramaturgie (MA) an der Hessischen Theaterakademie.
In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit der Überschreibung kanonischer Literatur und versucht, Multiperspektivität hör- und sichtbar zu machen, z.B. als Autorin von „2069 – Das Ende der Anderen“ (Schauspielhaus Bochum, eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2020) oder von „NATHAN“ (Theater Regensburg). 2021 war sie mit ihrem Debütstück „Das Erste Festmahl“, welches die Erlebniswelt nicht-normativer Frauenkörper beleuchtet, nominiert für das Hans-Gratzer-Stipendium am Schauspielhaus Wien. Im gleichen Jahr begann sie als Autorin ihre Zusammenarbeit mit
dem Stadtensemble des Nationaltheaters Mannheim. 2022 inszenierte sie als Regie-Debüt am Theater Bremen Bertolt Brechts Stückfragment „Der Brotladen“ und wurde damit zum Brechtfestival 2023 eingeladen. Außerdem ist sie dem Kinder- und Jugendtheater sehr verbunden – seit 2018 ist sie Jurorin beim Theatertreffen der Jugend und hat 2022/23 als Kuratorin das Augenblick-Mal!-Festival begleitet.