Text zur Anmeldung in Gebärdensprache
TIME TO CARE
Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft e.V. 2026
Unter dem Titel TIME TO CARE – Strategien von Inklusion und Empowerment gegen Politiken der Härte plant die Dramaturgische Gesellschaft e.V. ihre Jahrestagung 2026, die vom 26. Februar bis 1. März 2026 auf Kampnagel in Hamburg stattfindet.
Die Tagung widmet sich der Sichtbarkeit, Wertschätzung und Förderung inklusiver Kunst und Kultur sowie den Rechten von behinderten, chronisch kranken und Tauben Künstler*innen und begreift “Care” als solidarisches Handeln im Kulturbetrieb. Künstler*innen wie Aktivist*innen und Expert*innen aus dem deutschsprachigen Theaterraum sind ebenso eingeladen wie internationale Künstler*innen, die in ihren Ländern bereits von Zensur und Repression betroffen sind.
Mit der Tagung reagiert die dg auf den derzeitigen politischen Backlash, in dem Exklusion eine politische Strategie geworden ist. Autoritäre Tendenzen nehmen in der Politik immer mehr Fahrt auf und ein verschärfter neoliberaler Kapitalismus vertieft die soziale Ungleichheit. In diesem Klima werden verletzliche, von Ausgrenzung betroffene Gruppen von den Treiber*innen rechter Erzählungen zunehmend als “Belastung” diffamiert. Projekte gesellschaftlicher Öffnung und Diversifizierung, bürgerschaftliches Engagement und auch die Kultur werden schrittweise ideologisch entwertet und finanziell unter Druck gesetzt.
Welche künstlerischen und strukturellen Strategien braucht es also, um der politischen Exklusion etwas entgegenzusetzen? Welche Formen der Zusammenarbeit, Sprachen, Ästhetiken und solidarischen Impulse braucht eine Kunst, die auf Zugänglichkeit, Offenheit und Partizipation setzt?
Wir, der Vorstand der dg, bestehend aus Antigone Akgün, Irina-Simona Bârcă, Hannah Egenolf, Kerstin Grübmeyer, Esther Holland-Merten, Jasmin Maghames, Michael v. zur Mühlen haben uns für diese Konferenz Unterstützung gesucht und freuen uns sehr über die kuratorische Beratung durch Kate Brehme und Konrad Wolf.
Informationen zur Barrierefreiheit (diese Informationen werden laufend auf der Website der Dramaturgischen Gesellschaft aktualisiert):
- Tagung in deutscher und englischer Lautsprache sowie Deutscher Gebärdensprache (DGS)
- Keynotes und Panels mit Verdolmetschung zwischen deutscher/englischer Lautsprache und Deutscher Gebärdensprache (DGS)
- Keynotes und Panels mit Verdolmetschung in Leichte Sprache
- Workshops auf Anfrage und bei Bedarf mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und/oder Leichte Sprache
- Assistenzhunde willkommen. Bitte informiert uns im Anmeldeformular.
- Kinder willkommen. Das Programm ist jedoch auf ein erwachsenes Publikum ausgerichtet.
- Es existiert ein Bodenleitsystem.
- Ebenerdiges Gelände. Alle Hauptspielstätten (k1, k2, k3, k4, k6, p1 und kmh) sowie Foyer, Kassenbereich und das Restaurant Peacetanbul sind rollstuhlzugänglich. Rollstuhlgerechte WCs sind vorhanden. Detaillierte Informationen zur baulichen Barrierefreiheit findet ihr hier.
- Quiet Space im Foyer, der nicht akustisch abgegrenzt, aber mit Noise-Cancelling-Headphones und Schlafmasken ausgestattet ist.
- Die Tagung findet relaxed statt:
o Alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten
o Regelmäßige Pausen
o Offene Türen. Ihr könnt euch jederzeit bewegen, rausgehen und wiederkommen.
Weitere Bedarfe können gerne im Anmeldeformular mitgeteilt werden.
Sollte bei einzelnen Programmpunkten die Rollstuhlzugänglichkeit oder die Verdolmetschung in DGS und/oder Leichte Sprache nicht gegeben sein, findet sich hier ein entsprechender Hinweis. Diese Seite wird laufend aktualisiert.
Der Vorstand der DG:
Antigone Akgün, Irina-Simona Bârcă, Hannah Egenolf, Kerstin Grübmeyer (Stellv. Vorsitzende), Esther Holland-Merten (Vorsitzende), Jasmin Maghames, Michael v. zur Mühlen
mit Jana Thiele (Geschäftsführerin)
Jahres•konferenz 2026
2026 plant die Dramaturgische Gesellschaft eine Jahres•konferenz.
Sie findet vom 26. Februar bis 1. März 2026 statt.
Auf Kampnagel in Hamburg.
Der Titel der Jahres•konferenz ist: TIME TO CARE – Strategien von Inklusion und Empowerment gegen Politiken der Härte.
Das bedeutet der Titel:
TIME TO CARE ist Englisch.
So spricht man es aus: Teim tu kär.
Der Unter•titel der Veranstaltung ist:
Strategien von Inklusion und Empowerment gegen Politiken der Härte.
Das bedeutet:
Im Moment verändert sich viel.
In der Politik.
In unserem Zusammen•leben.
Viele Menschen erleben Härte und Ausgrenzung.
Wir wollen bei der Jahres•konferenz darüber sprechen:
Was können wir dagegen tun?
Damit es in Zukunft mehr Inklusion gibt.
Damit Menschen gestärkt werden in dieser Zeit der großen Veränderungen.
Die Tagung beschäftigt sich mit Themen wie
- Sichtbarkeit
- Wertschätzung
- Förderung inklusiver Kunst und Kultur
- Rechte von behinderten Künstler*innen
- Rechte von chronisch kranken Künstler*innen
- Rechte von tauben Künstler*innen
Sich um•einander kümmern
Gemeinsam wollen wir über Care sprechen.
Care ist ein englisches Wort.
So spricht man es aus: kär.
Übersetzt bedeutet das Wort:
- pflegen
- versorgen
- sich kümmern
Es kann bedeuten:
Jemand kümmert sich um die Familie.
Jemand versorgt Kinder oder kümmert sich um alte Familien•mitglieder.
Alle diese Dinge gehören zur Care Arbeit:
- Essen kochen
- einkaufen
- putzen
- aufräumen
- Kinder zum Kinder•garten oder zur Schule bringen
- spülen
- Wäsche waschen
- staub•saugen
- alte Menschen pflegen
Und viele andere Dinge im Alltag.
Wir wollen uns fragen:
Was bedeutet Care im Bereich Kunst und Kultur?
Wie können wir Verantwortung für•einander übernehmen und uns kümmern?
Diese Fragen besprechen wir mit
- Aktivist*innen
- Künstler*innen
- Expert*innen
Sie alle sind Fach•leute aus dem Bereich Theater.
Manche der Fachleute kommen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Und andere kommen aus anderen Ländern.
In manchen der Länder leben Künstler*innen unter schwierigen Bedingungen.
Sie können ihre Meinung nicht frei sagen.
Was können wir tun?
Wir leben in einer Zeit mit großen Veränderungen.
Viele Menschen wählen die Partei AfD.
Die Mitglieder der Partei sind gegen Inklusion.
Sie wollen die Rechte von Menschen mit Behinderung einschränken.
Zum Beispiel:
Sie wollen das Geld für Assistenz kürzen.
Oder:
Sie finden, dass Menschen mit schweren Behinderungen in Wohn•heimen leben sollen.
Nicht in der eigenen Wohnung.
Aber das ist keine Inklusion.
Es ist das Gegen•teil von Inklusion: Exklusion.
Die Ungleichheit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung wird dadurch noch stärker.
Menschen mit Behinderung werden ausgegrenzt.
Viele Projekte setzen sich für Vielfalt und Mitbestimmung ein.
Sie machen diese Arbeit schon seit vielen Jahren.
Aber jetzt werden Gelder für diese Arbeit gekürzt.
Obwohl diese Projekte gerade besonders dringend gebraucht werden.
Wir wollen uns gemeinsam fragen:
Was können wir tun in dieser Zeit?
Wie können wir durch Kunst etwas dagegen•halten?
Wie können wir uns verbinden?
Wie können wir offen bleiben?
Und wie können alle dabei sein?
Wer macht diese Jahres•tagung?
Wir sind der Vorstand der dg:
- Antigone Akgün
- Irina-Simona Bârcă
- Hannah Egenolf
- Kerstin Grübmeyer
- Esther Holland-Merten
- Jasmin Maghames
- Michael v. zur Mühlen
Wir planen die Jahrestagung.
Aber wir haben uns Hilfe dabei geholt.
Wir werden unterstützt von Kate Brehme und Konrad Wolf.
Informationen zur Barriere•freiheit
- Bei der Tagung wird Deutsch und Englisch gesprochen.
Und es wird in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. - Manche Vorträge und Gespräche werden auf Deutsch geführt.
Dann wird ins Englische übersetzt.
Manche Vorträge und Gespräche werden auf Englisch geführt.
Dann wird ins Deutsche übersetzt.
Und die Vorträge und Gespräche werden in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. - Die Vorträge und Gespräche werden in Leichte Sprache übersetzt.
- Es gibt bei der Jahres•tagung auch Workshops.
Die Workshops können in Leichte Sprache und Deutsche Gebärden•sprache übersetzt werden.
Bitte frage dafür bei uns an. - Hast Du einen Assistenz•hund?
Dann könnt Ihr ihn gerne zur Jahres•tagung mit•bringen. - Hast du Kinder?
Du kannst deine Kinder gerne zur Jahres•tagung mit•bringen.
Aber es gibt nur Programm für Erwachsene. - Es gibt ein Boden•leit•system.
Das bedeutet:
Blinde Menschen können die Wege selb•ständig finden. - Das Gelände ist eben•erdig.
Das bedeutet:
Man kann gut mit dem Rollstuhl unterwegs sein.
Das ist in allen Bereichen so.
Und in allen Gebäuden. - Es gibt rollstuhl•gerechte WCs.
- Brauchst Du mehr Informationen zur Barrierefreiheit des Gebäudes?
Diese Informationen findest Du hier.
Aber sie sind nicht in Leichter Sprache. - Im Foyer gibt es einen Quiet Space.
Quiet Sprace spricht man so aus: Kweiet Speyß.
Übersetzt heißt es: Ruhe•bereich.
Dort gibt es Kopf•hörer, die Geräusche unter•drücken.
Und es gibt Schlaf•masken. - Die Tagung findet relaxed statt.
Das bedeutet:
Alle sollen entspannt dabei sein können.
o Es gibt verschiedene Sitzmöglichkeiten.
Zum Beispiel Stühle, Sitz•säcke und Matratzen.
o Es gibt regel•mäßige Pausen.
o Die Türen sind während der Veranstaltung offen.
Ihr könnt euch jeder•zeit bewegen, raus•gehen und wieder•kommen.
Anmeldung
Man kann sich ab sofort zur Jahres•tagung anmelden.
Dafür gibt es ein Anmeldeformular.
Im Formular kannst Du eintragen:
Welche Form von Barriere•freiheit brauche ich?
Ab Januar 2026 findest Du das Programm der Jahres•tagung auf unserer Internet•seite.
Dann findest Du dort auch alle Infos zu
- Zugänglichkeit der Räume mit dem Rollstuhl
- Übersetzung in Leichte Sprache
- Übersetzung in Gebärden•sprache